Intro

Auf dieser Seite finden Sie Infos rund um meine Aktivitäten auf der portugiesischen Gitarre (Guitarra Portuguesa) und der 7saitigen Gitarre (Violão 7Cordas).

Guitarra Portuguesa

Die Guitarra ist, wie der Name schon sagt, ein portugiesisches Instrument, eng verbunden mit dem Fado, aber nicht nur darauf beschränkt. Es ist mein Ziel, auszuloten, wo man sie überall einsetzen kann.

Violão 7Cordas

Die 7Cordas ist eine Gitarre mit einer Extrasaite, beheimatet in Brasilien. Es ist aber auch eine Funktion innerhalb einer Band. Als eine Art Bassersatz begleitet sie die Melodien mit Kontrapunktlinien und sorgt so für den speziellen Sound im Choro und Samba.

Sair

Meine erste CD-Eigenproduktion Sair ist am 24.März veröffentlicht worden. Mehr dazu hier.


Projekte

Hier sind einige meiner aktuellen Projekte


Azul

Azul ist ein Duo mit der Sängerin und Gitarristin Olga Wiebe. Azul widmet sich dem Fado in seiner minimalen Formation aus Viola de Fado und Guitarra Portuguesa und hat sich auf die Fahne geschrieben, dem Mangel an Fado in Deutschland Abhilfe zu schaffen.


Guitarrada

Guitarrada nennt man in Portugal den instrumentalen Teil eines Fadokonzertes. Wir haben das zum Programm gemacht und schöpfen aus dem großen Fundus an Instrumentalstücken von z.B. Armandinho, Carlos Paredes oder Pedro Caldeira Cabral und vielen mehr.

Begleitet werde ich von Max Enes an der Gitarre.

Guitarrada hat auch eine eigene Webseite.


Solo

Mit der Zeit hatte sich bei dem Unterfangen, die Guitarra Portuguesa zu erlernen ein Programm entwickelt, bei dem nicht nur die typischen Fados aus Coimbra oder Lissabon vertreten sind, sondern neben Eigenkompositionen auch “klassische” Stücke aus Renaissance, Barock oder moderneren Zeiten.


Sonst noch was?

Eine kleine Auswahl aus den letzten Jahren.

Bia Stutz - Pro Paulo

Ixora - Mariazinha sentada na prada

Ixora - Live im Haus der Sinne

Edson Cordeiro - Zwei Gitarren

Sambalá - live in der brasilianischen Botschaft Berlin

Sambalá - CD

Chorinhoso - Bole Bole


Roda de Choro

Eine “Roda de Choro” liest sich übersetzt “Kreis des Choro” und meint damit die Anordnung der Musiker um einen meißt runden Tisch, weil man sich da besser sehen kann. Die Roda ist die Jam-Session des Choro und der Ort an dem man ihn erlernt. Choro ist nicht nur Stücke vom Blatt spielen. Die Interaktion zwischen den Musikern ist essentiell und der Ablauf (wenn alles gut läuft) nicht vorherzusehen. Gleichzeitig können auch Musiker ohne großen Choro-Background mitmachen - eine Art lerning-by-doing. Eine Roda dauert oft 4-5 Stunden und die Musiker (wenn zahlreich da) wechseln sich oft ab oder spielen alle zusammen (Rekord in Berlin: 14).

Seit ca. 2008 gibt es eine Roda in Berlin, mal größer mal kleiner, mal öfters oder auch gar nicht. Durch Corona hat sich das etwas zurückgebildet. Die letzten 2 Jahre habe ich mit Max Enes und Rémy Tabary, wenn es ging, immer draussen gespielt und daraus entstand ein Kern, der auch so funktioniert. Wir sind trotzdem froh, wenn ein Pandeiro dabei ist und andere Instrumente dazustoßen. Wer sich so eine Roda mal in Berlin anhören will, kann das an jedem 2. Sonntag im Monat in der Baiz machen.

Im nächsten Video bin ich auch mal am Cavaquinho zu hören, es war hoher Besuch da, Rogério Souza aus Rio de Janeiro an der 7Cordas und Thomas L’Etienne aus Hamburg an der Klarinette.

Auch in anderen Städten gibt es Rodas und genauso wie wir oft Besuch bekommen gehe ich auch gerne zu diesen hin.


Recording

Meine Philosophie beim Aufnehmen ist ziemlich traditionell: Alle spielen (wenn möglich) gleichzeitig und auch im gleichen Raum. Overdubs sind natürlich möglich und oft auch die einzige Möglichkeit alles unterzubringen, aber die Basis sollte in einem Rutsch aufgenommen werden. Ich habe aber keine Probleme damit, hinterher zu schneiden. Ausserdem sollte der Sound schon vor der Aufnahme so perfekt sein, dass keine große Nachbearbeitung ausser Level und Pan mehr nötig ist. (Man wird ja noch träumen dürfen…)

Im Laufe der letzten 2 Jahre kamen immer wieder mal Anfragen von Kollegen, ob wir nicht statt der fehlenden Auftritte Aufnahmen machen sollten. Das haben wir dann auch hier, hier und hier gemacht.

Da ich aber ein bichen mehr Kontrolle (und besseres Equipment) haben wollte, entstand die Idee, ein eigenes kleines Studio aufzubauen. Geholfen hat dabei auch ein Stipendium, das ich für die Aufnahme meiner ersten eigenen CD bekommen habe.

Die Idee war, ein mobiles Studio zu betreiben, das da hingebracht wird, wo Räume mit guter Akustik sind. Und es muss transportabel sein, also kein Geschleppe, bei dem man hinterher die Finger nicht mehr bewegen kann.

Für die CD fand ich nach einigem Gesuche einen Saal im Norden Berlins, der geeignet war und da Berlin ein guter Standort ist, wenn man sich Technik ausleihen will wurde ich bei Echoschall fündig.

Fazit: 6 Preamps (Golden Age, Focusrite, ART), ein ZOOM H6, meine eigene kleine Mikrofonsammlung und bei Bedarf ein guter Technkverleih will do the trick. Das Ergebnis kann man sich auf dem Album Sair anhören.

Mein Plan für die Zukunft ist, alles erst analog auf Tape aufzunehmen und erst dann digital zu gehen. Ob das dann aber noch transportabel ist, muss sich erst noch herausstellen.

Das Studio kann auch gemietet werden.


Über mich

Hartmut Preyer

In meinem früheren Leben war ich mal Jazzgitarrist, hab am Hilversumer Conservatorium voor Muziek in den Niederlanden studiert und anschließend ein paar Jahre dort verbracht.

2000 zog ich nach Berlin und unterrichte seitdem alle möglichen Saiteninstrumente.

2005 gab es einen Wechsel von der E-Gitarre zur Nylongitarre und vom Jazz zur brasilianischen Musik, speziell Choro & Samba. Und vor ein paar jahren kam die portugiesische Gitarre dazu, die seither ein Hauptbestandteil in meinem Sammelsurium von Instrumenten ist (und viel Zeit beansprucht).

Choro und Fado sind meine beiden Hauptinteressen, aber ab und zu nehme ich eine E-Gitarre in die Hand, oder das Cavaquinho oder einen Bass, repariere sie wenn notwendig und machbar, drehe kleine Youtube-Videos, fotografiere oder mache Webseiten wie diese.

Es könnte ja langweilig werden…